Fachinformationen rund um's Schleifen von

Trennschleifen

Trennschleifen ist ein bewährtes Verfahren zum Trennen von Metall und Stein bei gleichzeitig glatten, sauberen Kanten. Hierfür und für einen kühlen Schliff sorgen heute etwa scharfe Präzisions-Keramikschleifkörner moderner HighTech-Trennscheiben. Mit Gewebeeinlagen-Verstärkung und halb-elastischer Kunstharzbindung halten sie auch hohen Belastungen stand.

Flexen oder Trennschleifen?

Das Trennschleifen geht zurück auf die Handschleifmaschine MS 6, deren Elektromotor eine biegsame, flexible Welle antreibt – eine rund 90 Jahre alte Erfindung der schwäbischen Firma Ackermann + Schmitt bzw. FLEX-Elektrowerkzeuge GmbH. Ende der 20er Jahre gelang es den Ingenieuren, die flexible Welle mit der Schleifscheibe durch ein Winkelgetriebe zu ersetzen. Es entstand der erste Winkelschleifer, der ebenfalls unter der Bezeichnung FLEX vertrieben wurde. Dieser Begriff wurde seit dem zum Synonym für Winkelschleifer, „flexen“ ersetzte in der Umgangssprache fast vollständig das wenig geschmeidige Verb „trennschleifen“.

Die Funktionsweise der FLEX blieb gleich, der Gerätetyp an sich wurde kontinuierlich weiterentwickelt: Moderne Kunststoffe lösten das Gusseisen der Maschine ab, die Werkzeuge wurden deutlich leichter. Die Motorenleistungen stiegen bei gleichzeitiger Verkleinerung der Motoren. Die Isolierung von Getriebe und Motor vor Schleif- und Trennstäuben wurde optimiert, die Geräte wurden langlebiger – und immer leiser und ergonomischer.

Wunderwerk Trennscheibe

Heute sind Trennschleifer bzw. Winkelschleifer zumeist elektrisch angetriebene Handmaschinen mit schnell rotierender runder Schleifscheibe. Hierbei wird ein Trennschleifkörper genutzt, der eine im Verhältnis zu seinem Durchmesser geringe Breite hat D:t=100:1.

Es wird unterschieden zwischen

  • Fahrschnitten
  • Kappschnitten
  • Rotationsschnitten
  • Oszillationsschnitten

Das runde Werkzeug rotiert zum Beispiel bei 115mm Durchmesser mit bis zu 13.300 Umdrehungen pro Minute und ist daher hohen Fliehkräften ausgesetzt. Die Schnittgeschwindigkeit der Scheiben am Umfang liegt üblicherweise bei ca. 80 m/s – je nach Scheibendurchmesser (üblich sind 115, 125, 150, 180, 230 und 300 mm). Kleinere Trennscheiben als 115 mm Durchmesser werden je nach Kennzeichnung sogar schon mit 100 m/s genutzt.

Um ein Bersten der Scheiben bei solchen Geschwindigkeiten zu vermeiden, sind diese durch Gewebeeinlagen verstärkt und besitzen dank einer besonders elastischen Kunstharzbindung eine gewisse Flexibilität im Vergleich zu starren Schleifscheiben (Schleifstein) oder Flachschleifmaschinen. Diese Flexibilität ermöglicht manuelles, freihändiges Trennschleifen von Metall und anderen Werkstoffen im Trockenschliff, ohne dass die Schleifscheibe im Fall einer leichten Verkantung zerbricht.

Die passende Trennschleifscheibe für jedes Material

  • Trennscheiben aus Edelkorund, Halbedelkorund, Zirkonkorund oder keramischen Schleifkorn dienen zum Trennen von Metall
  • Solche aus Siliziumcarbid zum Trennen von Stein
  • Diamant-Trennscheiben trennen Naturstein, Beton und Keramik (z. B. Pflastersteine und Fliesen)
  • Scheiben zum Trennschleifen von NiRo-Stahl sind frei von Eisen, Schwefel und Chlor (jeweils <0,1 %), um die Rostfreiheit zu erhalten
  • Das Korn von Scheiben für Aluminium wird durch weiche Metalle weniger zugesetzt

Heute sind Trennscheiben einer neuen Generation auf dem Markt, wie die Cubitron™ II Trennscheiben von 3M mit geometrisch geformtem Keramikschleifkorn für Edelstahl und Baustahl. Die scharfen Präzisions-Schleifkörner sind alle völlig gleichmäßig als dreieckige Schleifplättchen geformt, was konstruktiv definierte Schneidkanten erzeugt. Dadurch dringen Körner stets mit gleicher Intensität in die Oberfläche ein. Eine solche Scheibe durchdringt Metall schneller, leichter und gratarm mit einem kühlen Schliff, geringem Materialverzug sowie perfekten Oberflächenfinish. Zudem ist dadurch mit schnellerem Trennen und höherer Trennleistung im Vergleich zu konventionellen Trennscheiben zu rechnen.

Beim Trennschleifen geht Arbeitssicherheit vor

  • Höchstzulässige Umfangsgeschwindigkeit der Trennschleifscheibe beachten
  • Trennscheiben des Winkelschleifers haben ein Haltbarkeitsdatum, da sie durch Lagerung und Feuchteeinflüsse über die Zeit an Leistung verlieren
  • Vor dem Aufspannen ist die Trennschleifscheibe auf Beschädigung zu prüfen und nach dem Aufspannen soll ein Probelauf von ca. 30 sek. durchgeführt werden
  • Schutzhaube passend einstellen – sie muss mindestens 175 Grad des Scheibenumfanges abdecken
  • Die Werkstücke, wie Rohre, Stahl- und Metallprofile u.Ä. gut festspannen, einzelne Werkstücke nicht mit dem Fuß festhalten
  • Den Funkenstrahl nicht auf den Körper richten, sondern am Körper vorbeiführen
  • Schutzbrille und schwer entflammbare Baumwollkleidung oder Lederschürze tragen, bei starker Staubentwicklung immer auch eine Partikel-Atemschutzmaske
  • Umstehende Personen auf Gefahr hinweisen
  • Für Brandschutz sorgen: Feuerlöscher bereithalten, brennbare Teile entfernen oder abdecken
  • Beim freihändigen Trennschleifen, die Maschine stets mit beiden Händen führen.
  • Um ein Verkanten zu vermeiden, soll die Trennscheibe nicht ruckartig aufgesetzt und beim Trennen ohne großen Druck in der Schnittfuge hin- und her bewegt werden (pendeln)

Gratis-Muster für schnelles, sauberes Trennen

Mit Cubitron™ II Trennscheiben wird das Trennen von Metall angenehmer. Das scharfe Präzisionskorn durchdringt Metall schneller, leichter und gratarm. Erleben Sie eine neue Dimension des Trennens. Jeder Schnitt ist kontrollierter, sauberer und dank der einkonstruierten Schneiden wird Reibungswärme erheblich reduziert: